Auf der Suche nach der Feder

Es begann mit einem leisen Geräusch im hinteren Bereich des Busses. Auf dem Parkplatz des Nationalparks wollten wir diesem Geräusch auf den Grund gehen, und siehe da: Uns grinste die linke hintere Feder frech an. Gebrochen. Mist. Zum Glück entschieden wir uns einen Tag zuvor auf dem Campingplatz zu übernachten.  Ein schwedischer Camper, mit einem Monster von Wohnmobil, wusste Rat und gab uns die Nummer einer kleinen Werkstatt, 50 Kilometer vom Standort. Das Problem war der Zeitpunkt.  Freitags um 17:00 lässt sich nicht mehr allzu viel reißen. Im Internet ließ sich die Handynummer des Werkstattbesitzers ausfindig machen. Der wollte aber sein wohlverdientes Wochenende genießen und bat uns am Montag vorbeizukommen. So hingen wir erstmal ein paar Tage in der Luft und steckten in einem winzigen Kaff fest. Die Zeit nutzen wir um den Bus gründlich zu putzen und legten einen Waschtag ein. Am Montagmorgen also wieder in die Werkstatt.  Große sprachliche Barrieren und die Angst vor einem so alten Auto empfing uns herzlich . Der Werkstattleiter riet uns direkt zu VW zu fahren.  Die Kollegen dort hatten aber auch nicht übermäßig Bock auf die Sache. Zudem Federn out of Stock! What?! Nettererweise gab uns der Mechaniker dort die Adresse einer Firma, bei der man selbst Teile bestellen kann. Da wir so langsam auch keine Lust mehr hatten, beschlossen wir uns die Federn zu organisieren und selbst einzubauen.  Die Wahl fiel auf verstärke Federn vom Nachfolger T4. Danke Jungs für eure Ratschläge! Unsere bestellen Federn waren am Dienstag abholbereit. Zufällig trafen wir den Werkstattleiter in dem Shop wieder. Dieser erkundigte sich neugierig wie wir die Federn denn jetzt in das Auto gebaut bekommen. Von unserer Idee war er irgendwie so schockiert das er uns anbot, obwohl sein Terminkalender aus den Nähten platzte, uns zu helfen. Wirklich nett,  danke! Also wieder zu seiner Werkstatt, kurz das vorherige Auto von der Hebebühne geschubst und los ging es. Mit den richtigen Werkzeugen ist es wirklich ein Kinderspiel. Binnen dreißig Minuten waren beide hintere Federn getauscht. Sonderpreis abgestaubt, bedankt und verabschiedet und endlich ging es weiter gen Norden .

 Gerade auf der Autobahn angekommen musste uns dann selbstverständlich noch eine Radkappe flöten gehen! Wir haben sie aber tatsächlich am Straßenrand wiedergefunden! Jetzt geht’s dann aber wirklich weiter 🙂

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