Rentier Roundup

Wir hatten das große Glück und sind zur rechten  Zeit in den richtigen Ort eingefahren.  Vuotso nennt er sich und besteht eigentlich nur aus einer kleinen Ansammlung von Häusern und einem winzigen Supermarkt. Vor dem Supermarkt dort saßen dutzende Männer und alle starrten uns an. Irgendwie sind wir mit einem ins Gespräch gekommen und der erzählte uns mit Händen, Füßen und der Hilfe der Kassiererin, das die Männer sich jetzt mit den Quads in den Wald begeben um alle Rentiere zusammenzutreiben. „Wenn wir Lust haben können wir zu den Ort fahren und zuschauen“. Machten wir auch und fragten uns was wohl gewesen wäre wenn wir vorher dort aufgeschlagen wären.  Hätten wir wohl mitfahren dürfen?… Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht genau was jetzt da passieren würde .  Den besagten Ort fanden wir recht schnell, mitten in der Wildniss riesige Gehege, wir können nur richtig sein. Wir waren die einzigen Wartenden und es tat sich eine ganze Weile gar nichts. Zeit für einen Nap. Nach zwei oder drei Stunden hörte man plötzlich die Quads nähernommen und die Männer die sich durch die Funkgeräte etwas zuriefen. Und da kamen sie. Hunderte von Rentieren wurden in ein Gehege getrieben. Vorstellen kann man sich das wie ein Round up,  sprich die Gehege wurden immer kleiner. Bis nur nur einige Tiere in das letzte Gehege passten. dann wurden die kleinen Kälbchen markiert und auf der anderen Seite wieder freigelassen. Der Sinn dahinter ist folgender: Die Samen halten ihre Tiere alle in der freien Natur.  Es gibt keine Stallhaltung. Da sich über die Jahrzehnte natürlich alle vermischen, werden einmal im Jahr möglichst alle Herden zusammengetrieben und die Jungtiere zwischen allen Anwesenden Bauern aufgeteilt.  Das ganze findet nach der Kälber Zählung an einem großen Lagerfeuer statt. Schöne Tradition. Zu unserem Glück war einer der Herdenbesitzer ein finnischer Rentierforscher, der sogar ganz anständiges Deutsch sprechen konnte. Er ist jetzt in Rente, aber in seiner aktiven Zeit hielt er sogar Vorlesungen in Deutschland. Dieser Mann machte den Anschein,  sehr froh zu sein, sich wieder auf deutsch/englisch unterhalten zu können und erklärte uns ALLES über „seine Tiere“. So etwas mitzuerleben passiert wahrscheinlich auch nicht alle Tage. 

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