trügerische Idylle

Dadurch dass wir zu 99% wildcampen (außer wenn wir Wäsche waschen müssen 😉) und von unseren eigenen Ressourcen leben, ist der richtige Stellplatz wichtig. Wir benötigen ausreichend Sonneneinstrahlung für unsere beiden Solaranlagen. Frischwasser, vorzugsweise ein sauberer Bach, sollte in unmittelbarer Nähe vorhanden sein. Natur ist uns wichtig, wir haben keine große Lust auf überfüllte Plätze und Gipsy sollte nach Lust und Laune laufen können, daher muss die nächste Straße weiter entfernt sein. Bis jetzt hatten wir so Glück mit unseren Plätzen. Fast immer, wurden unsere „Anforderungen“ berücksichtigt. Nachdem wir in Vuotso die Rentierherde bestaunt hatten, fanden wir wieder zufälligerweise so einen traumhaften Ort. Es hat wirklich alles gepasst: ein langer Waldweg führte uns zu diesem Ziel, welches an einem großen Fluss lag. Außer uns, zwei uralten Fischerbooten und einer Rentierherde war dort absolut nichts. Traumhaft. Dachten wir…. wir beschlossen hier mehrere Tage zu verbringen. Dachten wir…. Hier stört uns niemand. Dachten wir….Markus ging fischen und machte Feuerholz, Janina nutze die Zeit und beschäftigte sich künstlerisch und Gipsy streunte umher und erkundigte die Gegend. Plötzlich wurde die Idylle durch Summen getrübt. Das Summen kam näher und wurde lauter.  Wir wurden überfallen. Eine riesige, fiese Mückengang stürmte unser Lager. Mit diesen Viechern ist wirklich nicht zu spaßen. Diese riesigen, Piranhaartigen, blutrünstigen Monster lassen sich durch nichts aufhalten. Mückenspray, Lavendel, Duftkerzen, Feuer, Teebaumöl sogar lange Klamotten: nichts half. Lediglich die aufkommende Hitze verscheuchte sie für eine Weile.  Jedoch lockte die Hitze andere blutrünstige Sauger an, die wahrscheinlich noch schwerer zu ertragen waren. Ekelhafte Bremsen, so groß wie Wespen. Gipsy war schon fix und fertig, suchte Schutz in selbstgebuddelten Löchern. Wir versuchten uns nicht zu sehr aufzuregen und genossen die tolle Mitternachtssonne an diesem, eigentlich, wundervollen Fleckchen Erde. Zwei Stunden benötigten wir in der Nacht um den Bus Insektenfrei zu bekommen und beschlossen nach der Aktion am nächsten Morgen wieder aufzubrechen. Leider.  Fazit: Wir wussten schon das Skandinavien berühmt, berüchtigt für seine Mücken ist, aber so heftig haben wir das während der gesamten Reise noch nicht erlebt. Und: Gewässer sind wichtig, aber nach Möglichkeit so reißend wie nur möglich!

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