71°10°21″

Wir haben unser nördlichstes Etappenziel tatsächlich erreicht. Binnen eines Monats, auf den Tag genau. Das Nordkap! Eigentlich hatten wir uns 40 km vor dem Nordkap schon für die Nacht eingerichtet und wollten tags drauf dorthin. Es regnete in Strömen und es war unglaublich windig. Wir kochten uns etwas zu essen und spielten gemütlich Karten. Verrückterweise entschieden wir uns gegen 23:30 doch noch die Stunde zum Nordkap zu fahren. Weil: wir dachten nachts sind wohl weniger Touristen vor Ort, es ziemlich cool ist nach genau einem Monat dort aufzuschlagen und ein Vögelchen zwitscherte uns das man sich den Eintritt von umgerechnet 27€ pro Person in der Nacht sparen kann. Also hoppi galloppi. Gipsy wusste nicht so recht was sie von der Aktion halten sollte, aber stimmte dann wohl oder übel auch dafür 😉 Je weiter wir hochfuhren, desto nebeliger und kälter wurde es. Dort wo die Sonne nicht so recht hinkam lagen Schneemassen links und rechts an der Straße. Leider konnten wir kaum etwas erkennen, bei Sonnenschein ist es bestimmt eine wunderschöne Strecke. Als wir oben ankamen war das Pförtnerhäusschen noch besetzt. Bis 1 Uhr sagte man uns. Es ist jedoch kein Leichtes den Eintritt zu umgehen, da man die Touribusspur nutzen müsste und dann ganz umständlich vor den Nordkaphallen stehen würde.  Wir bissen in den sauren Apfel und zahlten den Wucherpreis, konnten dann aber auch auf dem Parkplatz übernachten. Wir waren durch den Nebel völlig orientierungslos und haben im ersten Moment gar nicht kapiert wo denn der Parkplatz ist. Im Endeffekt waren es nur 10 Meter nach der Schranke, was wir aber wirklich nicht sehen konnten.

 Da sind wir dann also.Trotz dichtestem Nebel und eisigem Wind ein unglaubliches Gefühl. Hier ist also „das Ende der Welt“. Hier versinkt also unsere Erdplatte in Form einer riesigen Felswand ins Meer. Komisch einen unbewachsenem, bitterkalten Fleck Erde so ehrfürchtig gegenüber zu stehen. Man kommt sich wahnsinnig klein und unbedeutend vor! Wir sollten öfter mal zu solch Denkweise gezwungen werden. Wir nehmen uns zu oft zu wichtig, wir alle! Erdung ist vielleicht ein guter Begriff.Am nächsten Morgen hofften wir auf bessere Wettervervältnisse, dem war aber leider nicht so. Es ist zwischendurch immer für einige Millisekunden klarer gewesen, aber meistens blickten wir auf eine undurchdringliche, weiße Nebelwand.

 Im hohen Ticketpreis inbegriffen ist die Nordkaphalle mit diversen Ausstellungen, Restaurants, Souvenirshops, Gedenkstätten und Fotogalerien. Außerdem gibt es eine tolle Lichtershow welche die Jahreszeiten am Nordkap nachahmt und einen sehr interessanten Kurzfilm über das Leben dort im tiefsten Norden. das Nordkap, ein Ziel, welches jeder mal in seinem Leben haben sollte. 😊

PS: Bevor man beim Nordkap ankommt passiert man den kleinen Fischerort Honningsvag. Die Icebar dort ist unserer Meinung nach einen Stop wert.

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