Wellen und Vibes!

Almost Paradise

Kann man so sagen! Schon der Weg zu diesem wundervollen Ort ist ein kleines Abenteuer.  Wir fahren über die Lofoten Richtung Süden. Vorbei an riesigen Felsen, gewaltigen Wasserfällen, welche durch die Einschmelze entstanden sind und sich jetzt ihren Weg kompromisslos nach unten bahnen, winzigen Fischerdörfen und türkisblauem Wasser der Fjorde. Die Häuser säumen sich in Küstennähe, gebaut auf dicken Pfählen, um vor etwaigen Sturmfluten bessere Chancen zu haben. Dort sieht man überall die landestypischen Delikatessen rumhängen. Stockfisch, oder Gammelfisch. Die Straße ist meist einspurig, zum Glück haben wir keinen Gegenverkehr, denn auf Ausweichmöglichkeiten wurde verzichtet. Genauso die Tunnel, welche eigentlich mehr an Stollen erinnern sind einspurig und man sieht den nackten Fels von innen. Dann und wann tropft es in diesen „Stollen“ ziemlich stark. Liegt vielleicht daran, dass diese Konstrukte auch unter dem Wasser gebaut wurden, ohne Verstärkung. Nachdem wir den letzten Tunnel durchquert haben, sieht man es schon.  Das winzige Dorf Unstad. Es ist eingebettet zwischen hohen Bergen, die Gipfel kann man nicht ausmachen, da die Wolken ziemlich tief hängen.  Und direkt hinter dem Dorf erstreckt sich der weite Ozean.  Ein toller Anblick! Das Wetter meint es mal gut mit uns und die Sonne zaubert ein warmes Licht und lässt das Meer glitzern. Es ist bezaubernd. Außer uns hatten noch einige die Idee mit ihren fahrenden Häuschen hier herzukommen. Größtenteils Norweger. Es herrscht eine super entspannte Atmosphäre. Trotz das die Sonne scheint, ist es kalt, was aber gar nicht mehr wichtig ist. Die Kälte macht uns hier plötzlich nichts mehr aus! Die verrückten Locals surfen hier in dem arktischen Wasser. Außentemperatur 7°C. Wir überlegen auch, Aber Markus hat überhaupt keine Lust sich den Hintern abzufrieren und Janina ist jetzt schon erkältet und eine Surfsession würde wohl nicht zur Genesung beitragen. Außerdem möchte der einzige Surfshop in dem Ort umgerechnet 60 Euro für einen Neo. Verrückt oder? Und mit den Neos für die wärmeren Gefilde, brauchen wir den großen Zeh noch nichtmal reinhalten. Schade, aber so ist es. Die Wellen zu sehen, das laute Rauschen der Brandung zu hören, und das Salz zu schmecken macht uns schon so glücklich.  Wir genießen den Tag am Strand, grillen gemütlich und haben den ersten Sonnenuntergang seit langem, nachts um eins. Es ist mehr ein Kurzer Abklatsch zwischen Sonne und Meer. Die Sonne berührt einige Minuten die Wasseroberfläche und entscheidet sich dann doch wieder aufzugehen. Wunderschön!Die Norweger surfen die ganze Nacht, wir wären auch gerne abgehärteter, aber das Surfbrett muss wohl noch etwas länger im Bag ausharren bis es das Wasser wieder sieht…

Wir bleiben zwei Tage, genießen den Sandstrand und erklimmen einen Berg. Von dort oben hat man einen tollen Blick auf den weiten Ozean und das kleine Surfer Paradies.

 Man soll gehen wenn es am schönsten ist.

Dehalb entscheiden wir uns in der zweiten Nacht sehr spontan und ziemlich spät aufzubrechen. Es ist schlagartig sehr kalt geworden und es sind ein paar Regentage vorhergesagt. Wir schaffen es gerade rechtzeitig zum winzigen Fährhafen. Unser Schiff legt um 23:45 Richtung Bodo ab. Da wir Gipsy nicht alleine die dreieinhalb Stunden im Bus lassen möchten, bleiben wir ebenfalls illegal sitzen und versuchen zu schlafen. 

Auf geht’s Richtung Süden!

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