keep on movin‘ Schrödi

In diesen Tagen haben wir ziemlich viele Kilometer zurückgelegt. Binnen der letzten zwei Wochen haben wir es vom Nordkap bis zurück nach Göteborg geschafft. Wir waren heilfroh, als wir auf unserem Weg den Polarkreis wieder überfuhren, diesmal in südlicher Richtung!Dementsprechend saßen wir viel im Auto und sahen die Landschaft an unseren Fenstern vorüberziehen. Tolle Landschaften. Es ist ein unglaubliches Gefühl die sich verändernde Natur zu beobachten. Am Nordkap lediglich Felsen und schroffe Gegend. Je höher die Zahl auf unserer Kilometeranzeige wurde, desto größer wurden die Bäume. Man konnte ihnen fast beim größer werden zuschauen, wie bei einem Daumenkino. Zunächst fuhren wir durch Moos- und Flechtengewächse, vorüber an winzigen windschiefen Büschen die sich an die Erdoberfläche drückten um wahrscheinlich dem nächsten Sturm standzuhalten. Kleine Nadelbäume wurden zu größeren, die wiederum von den ersten Laubbäumen abgelöst wurden. Wir hörten wieder Vogelgezwitscher und die Nächte waren nicht mehr taghell. Zum Glück.  Mitternachtssonne ist wahrlich Fluch und Segen. Einerseits ist es toll immer das Licht der Sonne genießen zu dürfen, weil man so viel unternehmen kann und es einfach ein unglaubliches Erlebnis ist. Andererseits wäre es nach Wochen des Lichts schön  gewesen einfach mal in der Nacht schlafen zu können. Die innere Uhr ist völlig aus dem Gleichgewicht, die Augen sind müde, der Körper will aber noch gar nicht schlafen.  Bei Gipsy war es ähnlich, Sie war nachts meistens ziemlich aufgelöst. Bei Oslo sahen wir dann endlich wieder einen Sonnenuntergang, also so richtig. Die Sonne verschwand tatsächlich gänzlich und kam auch nicht sofort wieder hoch. Zwar ist es dann ab 4:00 wieder taghell, aber das ist ja schon mal ein Anfang. Oslo selbst haben wir nur einen kurzen Besuch abgestattet. 

Je nach Wetter und Tagesform fuhren wir entweder nach dem Frühstück weiter bis kurz nach Mittag um dann ausgiebig mit Gipsy spazieren zu gehen und entschieden dann spontan entweder noch etwas weiter zu fahren oder an Ort und Stelle das Nachtlager aufzuschlagen.

 Bei gutem Wetter nutzen wir den Tag und bewegten uns erst spätnachmittags wieder auf der Straße. Nach dem Abendessen ging es dann meist wieder ein, zwei Stündchen weiter. Anders funktioniert das auch nicht. 

Ganz ehrlich, wenn man sein restliches Leben in den Fjorden verbringen möchte, dann ist es selbstverständlich ausreichend maximal eine Stunde am Tag zu fahren, aber wir möchten ja noch etwas mehr von der Welt sehen und haben auch nicht vor hier zu erfrieren 😉 Auf Schrödi sind wir übrigens ziemlich stolz. Trotz unwegsamem Straßen, steilen Serpentinen, tiefen Schlaglöchern und langen Strecken, galoppiert er mal mehr, mal weniger schnell Richtung Süden. Gemächlich und zuverlässig wie ein Zugpferd. Danke Schrödi, danke das wie bis jetzt noch keine größere Panne mit dir hatten. Die Berge sind hier teilweise richtig hoch und sehr steil und trotzdem ächzt er sich überall hoch.  Göteborg City is up next 😊 

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