ach du Liebe Zeit

Wieder geht ein Jahr….

Wie nahezu alle Tage, haben wir mal wieder einen großartigen Tag erleben dürfen. Einzige Ausnahme, gegenüber eines normalen Tages, war die Tatsache, dass wir mal wieder eine Kleinigkeit zu feiern hatten. Aber dazu später mehr.

Die vergangen zwei Tage verbrachten wir an der südlichen Steilküste. Wir hatten einen wundervollen, fast einsamen Stellplatz inklusive Panormablick auf den Atlantik.

Schon dieser Küstenabschnitt bietet Abenteuerlistigen kleine Grotten und versteckte Strandabgänge. Diese Grotten sind in dieser Gegend häufiger zu finden, aber es ist nicht immer s einfach bis dorthin zu kommen.

Markus freundete sich hier mit einem Einheimischen Fischer an und lernte einige Skills um seine Fangquote zu erhöhen.

Zufälligerweise kamen unsere neugewonnen Münchner Freunde, in ihrem Van angefahren und wir verbrachten den Abend gemeinsam mit kochen, Bier trinken und philosophieren.

Da wir nur einen Katzensprung von der weltberühmten Höhle in Benagil entfernt waren, beschlossen wir Tags drauf, an dem besagten Tag, nach dem gemeinsamen Frühstück , dorthin aufzubrechen.

Es gibt geführte Bootstouren, diverser Anbieter, welche diverse Höhlen dieser mystisch, zerklüfteten Küste anfahren. Wir aber entschieden uns, die berühmteste aller Höhlen zu Fuß (Zu Schwimm) zu besichtigen.

Leichter gesagt als Getan. Wir missachteten das rote Licht vor dem Strand erfolgreich (im Nachhinein erfuhren wir, das es bedeutet auf gar keinen Fall schwimmen zu gehen) und stapften todesmutig Richtung Brandungswelle. Diese Welle die in einem Ohrenbetäubenden Getöse auf den Strand klatschte, war nicht ohne … es hatten sich auch schon eine Vielzahl an Schwimmern eingefunden, die sich aber noch nicht so richtig trauten, sich in die Fluten zu stürzen .

Irgendeiner muss dann ja mal den Anfang wagen, in dem Fall waren wir das.

Der Schwimmweg als solcher ist nicht lang, vielleicht fünfhundert Meter. Die Strömungen sind aber ziemlich heftig, entweder wollen sie einen aufs offene Meer zerren oder direkt auf die Felswände. Leider beides nicht die allerbesten Optionen.

Wir haben es aber dann doch geschafft und wurden vom Meer praktisch auf den weißen Sandstrand, direkt in die Höhle katapultiert. Wir hatten super Glück, aufgrund der schwierigen Schwimmsituation war die riesige Höhle menschenleer (sie sind uns aber alle, wie die Lemminge ins Wasser gefolgt 😉)

Trotzdem hatten wir genug Zeit um dieses Naturereignis ausgiebig zu inspizieren und ein paar tolle Fotos zu machen.

Es ist wirklich atemberaubend schön und unserer Meinung ein Pflichtbesuch, wenn man sich an der südlichen Algarve aufhält. Insgesamt waren wir bestimmt eine Stunde in diesem „architektonischen Meisterwerk“ und entdeckten allerhand wunderschöne, riesige Muscheln und Fossilien in den Feldwänden, sogar ein Urzeitkrebs, starrte uns wie versteinert aus der Wand an.

Der Rückweg war ähnlich spannend wie der Hinweg, aber es wird definitiv nicht bei dem einen Höhlenbesuch bleiben.

Am Parkplatz angekommen, trennten wir uns dann vorübergehend von den drei M’s aus München (sorry Leute, aber das ist echt witzig 😉).

Auf Googlemaps fanden wir einen geeigneten Ort für die Nacht und nachdem wir einkaufen waren, begaben wir uns dorthin. Es gab allerdings in der Realität mehr Schotterpisten als Google wusste und so haben wir uns in diesem Meer aus Schlaglöchern hoffnungslos verfahren. Zum Glück.

Denn wir wir wurden Schlussendlich mit einem atemberaubenden Platz belohnt. Mitten in der Natur, direkt an einer Steilküste gelegen mit einer winzigen Bucht. Ganz für uns alleine . Ein Traum. Hier ließ es sich super aushalten.

Perfekt um unseren Jahrestag zu zelebrieren. Denn, ja wer hätte das gedacht, sind wir mittlerweile schon zwei Jahre verlobt. Und nein, eine Hochzeit haben wir immer noch nicht auf dem Schirm. Uns geht es hervorragend damit, wie es ist.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang und einem Bad in unserer Bucht feuerten wir den Grill an und etkorkten die teure Weiflasche (man muss sich auch mal was gönnen 😉)

Das Abendessen war super lecker, es gab frischen Fisch, Folienkartoffeln, Grillgemüse und verschiedene Dips und sogar eine Mandeltorte zum Dessert.

Wir quatschten unter dem strahlenden Sternenhimmel bis tief in die Nacht über uns, die Zukunft und allen möglichen wichtigen und unwichtigen Kram. Es war ein so schöner Jahrestag, tausend mal besser, als in irgendeinem überteuerten Restaurant zu hocken der sonst irgendwie auf Teufel komm raus viel Geld auszugeben.

Auf die folgenden gemeinsamen Jahre und viele weitere Abenteuer ♡

Wir verbrachten noch zwei weitere Nächte auf diesem tollen Fleckchen Erde, gingen schwimmen, wandern und entdeckten weitere winzige, Menschenleere Strände, eingebettet von den Felsen, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft.

Auch an diesem Ort waren wir bestimmt nicht zum letzten Mal. Es ist soo schön Portugal immer mehr zu entdecken und erleben. Wir fühlen uns so unglaublich wohl in diesem Land. Nächster Schritt, wird dann im Winter ganz bestimmt ein Sprachkurs sein!

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